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Prof. Dr. Heinz Günter Holt­appels – Mehr als ein Vierteljahrhundert Schul­ent­wicklungs­forschung am IFS

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Foto von Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels © Institut für Schul­ent­wicklungs­forschung​/​TU Dort­mund
Prof. Dr. Heinz Günter Holt­appels

Am 31. Juli 2020 endete die offizielle Dienstzeit für Heinz Günter Holt­appels. Damit kann er auf 40 Jahre For­schung, davon über 27 Jahre erfolgreiche Ar­beit am IFS zurückblicken.

Der studierte und promovierte Sozialwissenschaftler ha­bi­li­tier­te 1994 im Fach Er­zie­hungs­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Dort­mund. Nach Vertretungsprofessuren in Essen und Osnabrück nahm er 1996 den Ruf auf eine Pro­fes­sur für Schulpädagogik, Schwer­punkt Grund­schule an der Hoch­schu­le Vechta an und wurde dort Gründungsdirektor des Instituts für Er­zie­hungs­wis­sen­schaft. Am 1. März 2001 kehrte er nach Dort­mund zu­rück und trat die Pro­fes­sur für Er­zie­hungs­wis­sen­schaft mit dem Schwer­punkt Bildungsmanagement und Evaluation an, die er bis zum letzten Tag am IFS mit viel Herz, Teamgeist und En­ga­ge­ment ausübte. Von 2002 bis 2005 war er zudem Ge­schäfts­füh­ren­der Di­rek­tor des IFS, führte in der Zeit den Wissenschaftlichen Beirat zur wis­sen­schaft­lichen Be­ra­tung des IFS ein und förderte die In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung des Instituts. So war auch er zwischenzeitlich Gastprofessor in Graz, Melbourne und Peking.

Schon früh begeisterte sich der gebürtige Sauerländer für Schultheorien, Schul­ent­wick­lung, Schulwirksamkeit, Bildungsplanung, Evaluation und Organisationsentwicklung. Das zeigt sich auch darin, dass er mit mehr als 40 Forschungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­ten in Deutsch­land die meisten Studien in den Feldern „Schul­ent­wick­lung“ und „Ganztagsschule“ durch­ge­führt hat - unter an­de­rem zu Schulen in he­raus­for­dern­der Lage im Ruhr­gebiet, die „StEG –Studien zur Ent­wick­lung von Ganz­tags­schu­len“, Forschungen zur Schul- und Un­ter­richts­qua­li­tät in Grund­schu­len und Studien zu Schulautonomie, Schulprogramm und Steuergruppen. Für die, meist inno­va­ti­ven, Projekte warb Prof. Holt­appels Fördermittel in Höhe von mehr als 10 Mil­lio­nen Euro ein, unter an­de­rem durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF), den Euro­päi­schen Sozialfonds (ESF), die Stiftung Mercator, das Mi­nis­te­ri­um für Schule und Bil­dung des Lan­des Nordrhein-Westfalen (MSW), die Deutsche Kin­der- und Jugendstiftung (DKJS) und die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG). Aktiv beteiligte er sich an der TU Dort­mund auch an der Research School „Education and Capabilities“ und im Forschungsband „Jugend-, Schul- und Bil­dungs­for­schung“.

Das wis­sen­schaft­liche Werk von Heinz Günter Holt­appels ist in mehr als 50 Monographien und Herausgeberschaften sowie wei­te­ren 300 Publikationen do­ku­men­tiert und die Er­geb­nisse wurden von ihm in über 400 Vorträgen auf (inter-)nationalen Tagungen und Ver­an­stal­tun­gen weltweit vor­ge­stellt. Zahlreiche Habilitationen und Promotionen hat er er­folg­reich begleitet. Er ist unter an­de­rem Mitglied der Deut­schen Gesell­schaft für Er­zie­hungs­wis­sen­schaft (DGfE) und des International Congress for School Effectiveness and Improvement (ICSEI). Zu­dem un­ter­stützt er Kommunen bei der Schulentwicklungsplanung, führt schulbezogene Fort­bil­dun­gen durch und berät Einzelschulen in der Schulkonzept- oder Schulprogrammentwicklung. Prof. Holt­appels trat stets für eine förderliche Lernkultur in Schulen und Chan­cen­gleich­heit im Schulsystem ein.

Das gesamte Team des IFS dankt Heinz Günter Holt­appels für seine langjährige Ar­beit am Institut, für sein En­ga­ge­ment und sein prägendes Wirken in den Be­rei­chen von Schul­ent­wick­lung und Schulwirksamkeit und wünscht ihm alles Gute für seinen Ruhestand!

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.