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Glossar

Das Glossar dient als Nachschlagewerk für Begriffe, Abkürzungen, Rollen und Besonderheiten rund um Studium und Hochschulalltag. Es soll dabei helfen, häufige Fragen schnell zu klären und Orientierung zu bieten.

Die Einträge sind bewusst für die praktische Nutzung konzipiert. Sie orientieren sich an typischen Fragen und Bedarfen von Studierenden, Lehrenden und anderen Nutzerinnen und Nutzern der Fakultätsseiten. Die Anordnung folgt daher nicht zwingend einer fachlichen oder systematischen Logik, sondern der Frage, welche Informationen im Studienalltag hilfreich sein können.

Für eine schnelle Navigation empfehlen wir die Nutzung der Suchfunktion Ihres Browsers (Strg + F bzw. Cmd + F), um gezielt nach Begriffen oder Abkürzungen zu suchen.

Bitte beachten Sie, dass das Glossar der Orientierung dient und keine Prüfungsordnungen, Modulhandbücher oder Vorgaben von Veranstaltungsleitungen ersetzt. Maßgeblich sind stets die Regelungen und Anforderungen der jeweils zuständigen Stelle. Bei fachlichen, formalen oder prüfungsrelevanten Fragen haben die Vorgaben der Veranstaltungsleitung immer Vorrang vor den hier dargestellten Erläuterungen.

Worum geht es? © targya
Hinweis: Seite im Aufbau © targya

A - H

Abschlüsse

Die Bezeichnungen Bachelor of Arts und Bachelor of Science werden häufig als Hinweis auf „weniger wissenschaftlich“ oder „mehr wissenschaftlich“ verstanden. Tatsächlich handelt es sich lediglich um unterschiedliche Abschlussbezeichnungen. Für die Wertigkeit des Abschlusses macht dies grundsätzlich keinen Unterschied.

 

Akademische Stolpersteine und Feinheiten

Nicht alles, was im Studium üblich ist, steht in einer Prüfungsordnung. Einige Schreibweisen, Abkürzungen oder Gepflogenheiten haben sich im akademischen Alltag etabliert. Die folgenden Hinweise helfen dabei, typische Stolpersteine zu vermeiden.

WiSe statt WS (bzw. SS vermeiden)
Im Hochschulkontext haben sich bestimmte Abkürzungen etabliert, um Missverständnisse zu vermeiden und eine einheitliche Schreibweise über verschiedene Semesterbezeichnungen hinweg zu gewährleisten

„vgl.“ nur bei sinngemäßen Zitaten
Die verwendete Zitierweise macht sichtbar, ob eine Aussage wörtlich übernommen oder in eigenen Worten wiedergegeben wurde.

Literaturverzeichnis vs. Quellenverzeichnis
Nicht alle verwendeten Materialien erfüllen dieselbe Funktion; eine saubere Trennung erhöht die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten.

Titel und Anreden in E-Mails
Eine angemessene Anrede trägt zu einer respektvollen und professionellen Kommunikation im Hochschulkontext bei.

Seitenzahl und Blattzahl
Bei Umfangsangaben und Verweisen ist es wichtig, zwischen gedruckten Seiten und tatsächlichen Blättern eines Dokuments zu unterscheiden.

Unterschied zwischen Kapitelnummern und Überschriftenebenen
Eine nachvollziehbare Gliederung hilft dabei, Argumentationen zu strukturieren und Leserinnen und Lesern die Orientierung im Text zu erleichtern.

Warum man nicht einfach Wikipedia zitiert
Wissenschaftliches Arbeiten erfordert möglichst nachvollziehbare und überprüfbare Quellen sowie die kritische Auseinandersetzung mit deren Herkunft.

Abkürzungen beim ersten Auftreten ausschreiben
Nicht alle Leserinnen und Leser kennen dieselben Akronyme, Fachbegriffe oder Kürzel; die erste Nennung, inklusive der später verwendeten Abkürzung, schafft Klarheit und Verständlichkeit.

Akademische Stolpersteine und Feinheiten (Kommunikation)

Gute akademische Kommunikation bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Sie bedeutet vor allem, Anliegen nachvollziehbar zu formulieren, Informationen bereitzustellen und respektvoll miteinander umzugehen. Fehler passieren auf allen Seiten – eine klare und freundliche Kommunikation hilft dabei, sie gemeinsam zu lösen.

„Hallo“ oder „Sehr geehrte Frau ...“?

An Hochschulen gibt es keine einheitliche Regel für Anreden. Bei Personen, die Sie noch nicht kennen, empfiehlt sich zunächst eine formellere Ansprache. Viele Lehrende und Mitarbeitende signalisieren auf Webseiten, in Moodle-Räumen oder durch ihre eigene Kommunikation, welche Form der Ansprache sie bevorzugen. Im Zweifel ist eine etwas formellere Anrede meist die sicherere Wahl.

 Warum Mails ohne Betreff problematisch sind

Der Betreff hilft dabei, eine Nachricht einzuordnen und später wiederzufinden. Viele Personen an Hochschulen erhalten täglich zahlreiche E-Mails zu unterschiedlichen Themen. Ein aussagekräftiger Betreff erleichtert die Bearbeitung und reduziert Rückfragen.

Statt:

Frage

besser:

Rückfrage zur Prüfungsanmeldung im Modul XY

Warum „Dringend!!!“ selten hilfreich ist

Was für eine Person dringend erscheint, muss nicht automatisch für andere dieselbe Priorität haben. Zusätzliche Ausrufezeichen oder Formulierungen wie „SOFORT“ oder „DRINGEND!!!“ beschleunigen die Bearbeitung in der Regel nicht.

Wenn tatsächlich eine Frist oder ein konkreter Termin betroffen ist, hilft eine sachliche Beschreibung meist mehr:

Die Abgabefrist endet am 15. Juli. Deshalb benötige ich die Information möglichst bis zum 10. Juli.

Antwortzeiten an Hochschulen

Lehrende und Mitarbeitende bearbeiten E-Mails neben vielen weiteren Aufgaben wie Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Sitzungen, Forschung oder Verwaltungsaufgaben. Antworten erfolgen deshalb nicht immer sofort.

Insbesondere an Wochenenden, Feiertagen, in Prüfungsphasen oder während der vorlesungsfreien Zeit können Rückmeldungen länger dauern. Planen Sie wichtige Anfragen daher möglichst frühzeitig und nicht erst kurz vor einer Frist.

 Anhänge benennen

Dateinamen sind oft der erste Hinweis darauf, worum es in einem Dokument geht. Bezeichnungen wie

Dokument.pdf
Scan.jpg
Neu.pdf

sind wenig aussagekräftig.

Hilfreicher sind Dateinamen wie:

Hausarbeit_Mueller_Modul3.pdf
Attest_Matrikelnummer.pdf
Antrag_Anerkennung_Mustermann.pdf

Dadurch können Dokumente leichter zugeordnet und später wiedergefunden werden.

Die eigene Matrikelnummer angeben

Bei vielen organisatorischen Anliegen hilft die Matrikelnummer dabei, Anfragen eindeutig zuzuordnen. Gerade bei größeren Studiengängen können Namen mehrfach vorkommen.

Nicht jede Mail benötigt die Matrikelnummer. Bei Fragen zu Prüfungen, Bescheinigungen, Anerkennungen oder anderen studienbezogenen Vorgängen kann sie die Bearbeitung jedoch erleichtern.

Freundlichkeit und Frustration gleichzeitig ausdrücken

Im Studium läuft nicht immer alles reibungslos. Frustration, Unsicherheit oder Ärger sind normale Reaktionen auf schwierige Situationen. Trotzdem hilft eine sachliche und respektvolle Kommunikation meist mehr als Vorwürfe oder Schuldzuweisungen.

Zum Beispiel:

Ich bin aktuell etwas verunsichert, weil ich unterschiedliche Informationen erhalten habe und möchte den Sachverhalt gerne klären.

statt:

Niemand fühlt sich zuständig und ich bekomme ständig andere Antworten.

Eine klare Problembeschreibung erleichtert oft die Suche nach einer Lösung.


Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit ist eine wissenschaftliche Abschlussarbeit im Bachelorstudium. Mit ihr weisen Studierende nach, dass sie eine Fragestellung selbstständig nach wissenschaftlichen Kriterien bearbeiten können.


Dekanat

Das Dekanat leitet die Fakultät und ist für zentrale Aufgaben in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung verantwortlich. Es koordiniert fakultätsweite Prozesse und arbeitet dabei mit verschiedenen Gremien, Einrichtungen und Ansprechpersonen zusammen.


Fachschaft

Die Fachschaft vertritt die Interessen der Studierenden eines oder mehrerer Studiengänge. Sie organisiert Veranstaltungen, unterstützt bei Fragen rund um das Studium und bringt die Perspektiven der Studierenden in Gremien und Entscheidungsprozesse ein.

Fachberatung (Studienfachberatung)

Die Fachberatung unterstützt Studierende bei fachlichen und studienbezogenen Fragen innerhalb eines Studiengangs. Dazu können beispielsweise Fragen zur Studienplanung, zu Wahlmöglichkeiten oder zu inhaltlichen Anforderungen einzelner Module gehören.

I - Q

Hausarbeit

Eine Hausarbeit ist eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung angefertigt wird. Sie dient dazu, ein Thema oder eine Fragestellung eigenständig unter Verwendung wissenschaftlicher Literatur und Methoden zu bearbeiten.


Masterarbeit

Die Masterarbeit ist eine wissenschaftliche Abschlussarbeit im Masterstudium. Mit ihr weisen Studierende nach, dass sie eine Fragestellung eigenständig, vertieft und unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden bearbeiten können.

Mentoring

Mentoring bezeichnet ein Unterstützungsangebot, bei dem erfahrenere Personen Studierende bei Orientierung, Studienorganisation und dem Einstieg in den Hochschulalltag begleiten. Ziel ist es, den Studienstart und den weiteren Studienverlauf zu erleichtern.

Modulhandbücher und Prüfungsordnungen

Modulhandbücher und Prüfungsordnungen

Modulhandbücher und Prüfungsordnungen gehören zu den zentralen Regelwerken eines Studiengangs. Sie beschreiben, welche Inhalte studiert werden, welche Leistungen erbracht werden müssen und unter welchen Bedingungen ein Studium absolviert wird.

Dabei erfüllen beide Dokumente unterschiedliche Funktionen: Während Prüfungsordnungen die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Studiengangs festlegen, enthalten Modulhandbücher insbesondere Informationen zu Modulen, Lehrveranstaltungen, Qualifikationszielen, Prüfungsformen und Leistungspunkten.

Viele Fragen zu Prüfungen, Studienverlauf, Voraussetzungen oder Leistungsanforderungen lassen sich durch einen Blick in diese Dokumente klären. Gleichzeitig können einzelne Regelungen erläuterungsbedürftig sein oder Fragen aufwerfen, die eine individuelle Beratung sinnvoll machen.

Modulhandbücher und Prüfungsordnungen bilden daher die Grundlage für viele Entscheidungen im Studium. Sie werden durch weitere Informationen, Beratungsangebote und zuständige Gremien ergänzt.


Prüfungsformen

Im Studium werden unterschiedliche Arten von Leistungen erbracht. Dabei wird häufig zwischen Studienleistungen, Teilleistungen und Modulprüfungen unterschieden. Welche Form in einem Modul vorgesehen ist, ergibt sich aus den Regelungen des jeweiligen Studiengangs.

Prüfungsleistungen können sowohl benotet als auch unbenotet sein. Ob eine Leistung in die Abschlussnote eingeht oder lediglich erfolgreich absolviert werden muss, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Moduls ab.

Prüfungsleistungen können in sehr unterschiedlichen Formen erbracht werden. Häufige Beispiele sind Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Referate, Impulsvorträge, Portfolios, Protokolle oder projektbezogene Leistungen. Die konkrete Prüfungsform ist dabei nicht beliebig, sondern wird durch die Regelungen des Studiengangs festgelegt.

Welche Leistungen in einem Modul vorgesehen sind, welcher Umfang erwartet wird und wie die Bewertung erfolgt, ist in der Regel im Modulhandbuch beschrieben und über die Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs geregelt.
 

R - Z

Titel und Anreden an Hochschulen

Titel und Funktionen helfen dabei, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Qualifikationen einzuordnen. Für die tägliche Kommunikation ist vor allem wichtig: Wer ist die richtige Ansprechperson für mein Anliegen und wie spreche ich sie angemessen an?

Niemand erwartet, dass Studierende alle Titel und Funktionen kennen. Wenn Sie unsicher sind, orientieren Sie sich an den Angaben auf der Webseite der Person oder Einrichtung.

Personen, die keinen Titel tragen

Sehr geehrte Frau Mustermann, sehr geehrter Herr Mustermann, sehr geehrte*r Vorname Mustermann

Personen, die ein Dr. vor dem Namen tragen (= die Person hat promoviert)

Wissenschaftliche Mitarbeitende arbeiten in Forschung, Lehre und Verwaltung. Sie betreuen häufig Seminare, Prüfungen oder Abschlussarbeiten und sind oft wichtige Ansprechpersonen im Studienalltag.

Sehr geehrte Frau Dr. Mustermann, sehr geehrter Herr Dr. Mustermann,  sehr geehrte*r Dr. Vorname Mustermann

Personen, die ein Prof. vor dem Namen tragen (= die Person hat habilitiert und ist Inhaber eines Lehrstuhls)

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Mustermann, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Mustermann, sehr geehrte*r Prof. Dr. Vorname Mustermann

Personen, die ein PD vor dem Namen tragen  (= die Person hat habilitiert)

Sehr geehrte Frau Dr. Mustermann, sehr geehrter Herr Dr. Mustermann,  sehr geehrte*r Dr. Vorname Mustermann

Hinweis
Für die meisten Anfragen genügt es, die Person mit dem auf der Webseite angegebenen Titel anzuschreiben. Im Zweifelsollte die formellere Anrede gewählt werden.
Wichtiger als die perfekte Titelführung ist häufig, dass der Name korrekt geschrieben wird, die Nachricht an die richtige Person geht, das Anliegen verständlich beschrieben wird und alle relevanten Informationen enthalten sind.

Vorlagen

Vorlagen sind bereitgestellte Muster und Arbeitshilfen, die bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, formaler Schreiben oder anderer studienbezogener Dokumente unterstützen können. Sie dienen der Orientierung, ersetzen jedoch keine Vorgaben von Lehrenden oder Prüfungsordnungen.


Wissenschaftliche Arbeiten

Im Studium können unterschiedliche Formen wissenschaftlicher Arbeiten vorkommen. Sie verfolgen verschiedene Ziele, beruhen aber in der Regel auf der Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur, nachvollziehbarer Argumentation und den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis.

Hausarbeit
Eine Hausarbeit setzt sich mit einer fachlichen Fragestellung auseinander und arbeitet diese auf Grundlage wissenschaftlicher Literatur selbstständig aus.

Forschungsbericht
Ein Forschungsbericht dokumentiert die Durchführung und Ergebnisse eines Forschungsprojekts oder einer Untersuchung und legt besonderes Gewicht auf Vorgehen, Datenerhebung und Auswertung.

Projektbericht
Ein Projektbericht beschreibt die Planung, Durchführung und Ergebnisse eines Projekts. Je nach Fach und Aufgabenstellung können dabei praktische Erfahrungen, Produkte oder Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt stehen.

Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit ist eine eigenständige wissenschaftliche Abschlussarbeit. Sie zeigt, dass eine Fragestellung innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums nach wissenschaftlichen Standards bearbeitet werden kann.